Zwangsstörungen

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Was sind Zwangsstörungen?

Eine Zwangsstörung ist ein ausgeprägter innerer Zwang, eine bestimmte Aktion auszuführen oder an etwas Bestimmtes zu denken. Der Betroffene merkt selbst, dass seine Zwangshandlungen oder Zwangsgedanken übertrieben oder unnötig sind. Dennoch muss er sie von innen heraus ausführen. Zu den Zwangsstörungen gehören z. B. Waschzwang, Kontrollzwang oder immer wiederkehrende Gedanken an mögliche Katastrophen. Zwangsstörungen werden häufig erst spät entdeckt, besonders schwer sind Zwangsgedanken zu diagnostizieren. Die Behandlung von Zwangsstörungen kann über eine Psychotherapie (z. B. Verhaltenstherapie) geschehen, teils werden Medikamente gegeben. Zwangserkrankungen sind wie die Angststörungen ein Teil der Krankheitsbilder, die als Neurosen zusammengefasst werden.


Mögliche Ursachen für Zwangsstörungen

Bei der Entstehung von Zwangsstörungen kommen mehrere Einflüsse zum Tragen. Psychologen haben Modelle entwickelt, mit denen sich die Zwangsstörungen erklären lassen. Auf biologischer Ebene sind Änderungen im Stoffwechsel im Gehirn verantwortlich. Der Botenstoff Serotonin ist nicht in normaler Menge vorhanden. Dies führt dazu, dass dauernd das Gefühl der Alarmierung entsteht. Der Patient entwickelt eine Zwangsstörung. Eine Veranlagung wird möglicherweise schon durch das Erbgut weitergegeben.

Vielfach ist eine Zwangsstörung die Folge von Angst. Der Zwang ermöglicht es, die Angst zu kompensieren. Ein Beispiel ist der Kontrollzwang, der zum Abbau der Angst, etwas zu übersehen, dient. Viele Zwangskranke haben eine perfektionistische Persönlichkeit und somit die Angst, etwas verkehrt zu machen. Nicht selten gibt es mit einem schweren Lebensereignis (Psychotrauma, z. B. Tod eines Angehörigen) einen Auslöser für die Zwänge. Stress kann ebenfalls eine Rolle spielen.

Letzte Aktualisierung am 29.07.2015.
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