ADS / ADHS - Symptome


Welche Symptome können bei ADHS im Erwachsenenalter auftreten?

ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) tritt typischerweise bei Kindern in Erscheinung, meist schon vor dem sechsten Lebensjahr. In etwa der Hälfte der Fälle besteht die Erkrankung bis in die Erwachsenenzeit.


Die Erkrankung ist charakterisiert durch Konzentrationsstörungen, eine schlechte Wahrnehmung und eine starke Ablenkbarkeit. Das Erinnerungsvermögen ist oft herabgesetzt, aber die Betroffenen sind normal intelligent. Manche Betroffene zeigen ein sehr sprunghaftes Verhalten, das für Außenstehende oft nicht nachzuvollziehen ist. Der Aktivitätsdrang der ADS-Patienten ist groß. Die Symptomatik kann unterschiedlich schwer sein. Auch können drei verschiedene Varianten von ADS unterschieden werden, die jeweils vorwiegend durch Hyperaktivität oder durch die Aufmerksamkeitsstörung oder aber durch eine Mischform gekennzeichnet sind.

Besonders deutlich sind bei Erwachsenen-ADS die Auswirkungen auf den Erfolg im Leben. Die Krankheit kann dem Betroffenen bei den Zielen im Berufs- und Privatbereich einen Strich durch die Rechnung machen. Typisch ist es, dass Erwachsene mit ADHS immer wieder Arbeitsplatz und Beruf wechseln. Viele bleiben unter den Erwartungen für ihre eigentlichen Fähigkeiten, was Ausbildung und Gehalt angeht. Sie haben eine erhöhte Gefahr, arbeitslos zu sein. Unordnung, Unpünktlichkeit und Ungeduld sind durch die Erkrankung bedingt und können schwerwiegende Auswirkungen auf die Karriere haben.

Auch privat treten ähnlich geartete Probleme auf: häufige Konflikte mit Partner und Familie, erhöhte Tendenz zur Scheidung, häufige Umzüge und weitere derartige Auswirkungen. Manche Betroffene drohen kriminell zu werden. Bei ADHS besteht auch die Tendenz zu Suchtstörungen (z. B. Drogen, Alkohol).

Die Folge der ADHS können schlechte Stimmungslage, ein unbeherrschtes oder aggressives Verhalten sowie aber auch Depressionen sein. Es können Ängste auftreten. Bei vielen Betroffenen leidet das Selbstwertgefühl unter der Störung. Die Störung kann zu zwischenmenschlichen Konflikten führen. Obwohl es zu Erinnerungsschwierigkeiten kommen kann, ist die Intelligenz der Betroffenen normal.

Nicht alles, was das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom hervorruft, ist schlecht. So haben Betroffene oftmals ein großes kreatives Potenzial. Sie haben ständig Ideen und sind immer offen für Neues.


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Letzte Aktualisierung am 25.03.2011.

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