Eine bipolare Störung (manisch-depressive Erkrankung) ist durch Vererbung zusammen mit äußeren Einflüssen bedingt. Die erblichen Faktoren sind auf eine Reihe von verschiedenen Genen verteilt. Enge Blutsverwandte des Patienten haben ein höheres Risiko als ein durchschnittlicher Mensch, an der bipolaren Störung zu leiden. Als Auslöser für die bipolare Störung kann ein schwerwiegendes Ereignis für den Betroffenen in Frage kommen. Manche manisch-depressive Menschen haben vorher einen nahestehenden Menschen verloren oder standen unter schwerer psychischer Belastung.
Bei der manisch-depressiven Erkrankung ist der Hirnstoffwechsel gestört. So verändert sich das Zusammenspiel von Botenstoffen im Gehirn, die für die Weiterleitung von Reizen verantwortlich sind. Im Übrigen können auch Medikamente die Stimmungs- und Antriebsschwankungen im Sinne einer bipolaren Störung verursachen. Ferner können Alkohol und Drogen (z. B. Cannabis, Kokain, LSD) zu einer bipolaren Störung führen. Einen Einfluss kann auch der Hormonhaushalt haben, und körperliche Krankheiten wie z. B. eine Parkinson-Erkrankung können die bipolare Störung bedingen.