Training sozialer Kompetenz

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Was ist ein Training sozialer Kompetenz?

Soziale Kompetenz ist die Bezeichnung für die Fähigkeiten, mit anderen Menschen gekonnt umgehen zu können. Soziale Kompetenz ist also die Anwendung von passenden Verhaltensweisen für die jeweilige Situation, welche insgesamt gesehen Vorteile bringen.

Training sozialer Kompetenz

Bestehen bei einem Menschen deutliche Schwierigkeiten bei den sozialen Fähigkeiten, so wirkt er unsicher und hat oft wenig Erfolg in verschiedenen Bereichen des Lebens. Hier kommt ein Training sozialer Kompetenz in Frage. Mehrere solcher Trainingsmethoden, Programme und Seminare wurden entwickelt. Es handelt sich im Prinzip um Maßnahmen aus der Verhaltenstherapie. Eines der am häufigsten eingesetzten Verfahren ist das Gruppentraining Sozialer Kompetenzen (GSK).


Wann wird ein Training sozialer Kompetenz durchgeführt?

Ein solches Training wird bei einem Mangel an sozialen Kompetenzen eines Menschen vorgenommen. Soziale Kompetenzen werden vor allem in der Berufswelt auch als Soft Skills („weiche Fähigkeiten") bezeichnet. Eine kurze, umfassende Definition der sozialen Kompetenz lässt sich nicht genau stellen. Von Fachleuten wird soziale Kompetenz als die Fähigkeit beschrieben, in verschiedenen zwischenmenschlichen Situationen Verhaltensweisen abzurufen, die auf Dauer mehr Vorteile als Nachteile bringen.

Diese Fähigkeiten zeigen sich an Verhaltensweisen wie Emotionen zeigen können, angemessene Reaktionen haben, anderen mit Respekt begegnen, auf seinen Rechten beharren und nein sagen können, jedoch die Rechte anderer nicht verletzen, in der Öffentlichkeit sprechen können, in einem Team arbeiten können, aber auch Führungsqualitäten aufweisen. Zusammengefasst werden die Eigenschaften auch als Emotionale Intelligenz.

Ein Training sozialer Kompetenz ist für diejenigen Menschen interessant, die Defizite in diesen Bereichen haben. Es handelt sich ganz allgemein um unsichere, schüchterne Menschen. Häufig trifft es auf Kinder oder Jugendliche zu, oft aber auch auf erwachsene Personen. Eine Rolle spielen das Umfeld der Betroffenen und speziell die Erlebnisse in der Kindheit, aber auch die grundlegende Persönlichkeit. Mangelnde soziale Kompetenz hängt oft mit psychischen Störungen wie Angst (beispielsweise soziale Phobie) und Depressionen sowie auch Suchterkrankungen und körperlichen Symptomen durch psychische Schwierigkeiten (psychosomatische Störungen) zusammen.

Patienten in der Psychiatrie oder Gefängnisinsassen haben nicht selten starke Schwierigkeiten mit dem sozialen Umgang und können von einem Kompetenztraining besonders profitieren. Es wird oft beim Wiedereintritt in das Alltagsleben vorgenommen. Andere Personen trainieren ihre so genannten Soft Skills, um mehr Erfolg im Beruf zu erlangen.

Letzte Aktualisierung am 29.07.2015.
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