Elektrophysiologische Untersuchungen

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Was sind elektrophysiologische Untersuchungen?

Elektrophysiologische Untersuchungen werden zur Messung von Nervenaktivitäten vorgenommen. In diesen Untersuchungen werden elektrische Impulse aufgezeichnet, die in den Nerven auftreten. Störungen in der Nervenleitung und der Reizantwort können mit den elektrophysiologischen Untersuchungen festgestellt werden. Neben dem EEG (Elektroenzephalographie, die Messung der Hirnströme) können die

  • Erhebung von evozierten Potenzialen (EP),
  • die Elektromyographie (EMG) und
  • die Elektroneurographie (ENG)

als elektrophysiologische Untersuchungen in der Psychiatrie sinnvoll sein. Sie gehören zu den apparativen Verfahren, mit denen sich mögliche körperliche Ursachen für Symptome finden lassen können.

Wann werden elektrophysiologische Untersuchungen durchgeführt?

Mit den elektrophysiologischen Untersuchungen (evozierte Potenziale, EMG, ENG) ist es möglich, Nervenschäden aufzudecken. Die Nervenleitung in peripheren Nerven (Körpernerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark) oder in Nervenbahnen des zentralen Nervensystems (ZNS) kann überprüft werden. Mit einem EMG kann zwischen einer Muskelerkrankung und einer nervlich bedingten Muskelschwäche unterschieden werden. Bei körperlichen und psychischen Beschwerden kann also mit elektrophysiologischen Methoden untersucht werden, ob ein Zusammenhang mit einer Nervenschädigung besteht.

Letzte Aktualisierung am 29.07.2015.
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