Labordiagnostik

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Was ist eine Labordiagnostik?

Die Labordiagnostik für psychiatrische Zwecke beinhaltet die Untersuchung von Blut, Urin und Nervenflüssigkeit (Liquor). Blut muss durch eine Blutentnahme gewonnen werden. Liquor (Nervenwasser) wird durch eine Liquorpunktion abgenommen, einen Einstich mit einer Hohlnadel in den Flüssigkeitsraum im Wirbelkanal. In den Laboranalysen von Blut, Urin und Liquor können Befunde beziehungsweise Werte auffällig werden, die für eine Krankheit stehen. Veränderungen in diesen Körperflüssigkeiten können sich auch bei Erkrankungen mit psychischen Symptomen ergeben. Damit dient die Labordiagnostik wie die apparativen Untersuchungen in der Psychiatrie dazu, körperliche Ursachen auszuschließen oder herauszufinden.

Wann wird eine Labordiagnostik durchgeführt?

Die Labordiagnostik an Blut, Urin und Nervenflüssigkeit (Liquor) kann bei der Fragestellung erfolgen, ob für psychiatrische Symptome eine organische Ursache vorliegt. Bei vielen körperlichen Erkrankungen, die auch psychische Veränderungen bedingen können, ändern sich die Blutwerte sowie auch die Urinwerte. Eine Untersuchung auf Drogen kann mittels einer Harn- oder Blutanalyse vorgenommen werden. Im Blut kann auch überprüft werden, ob Medikamente in der richtigen Dosierung gegeben worden sind oder wie der Verlauf mancher Störungen ist. Ein Beispiel dafür sind Essstörungen (Magersucht, Ess-Brech-Sucht). Hormonspiegel (z. B. der Schilddrüse) können getestet werden. Auch einige erregerbedingte Krankheiten wie HIV-Infektion, Hepatitis oder Syphilis können zu psychischen Beschwerden führen und können mittels einer Blutuntersuchung bestätigt oder ausgeschlossen werden. Eine Untersuchung der Flüssigkeit, die das Gehirn und Rückenmark umgibt (Liquor), kann sinnvoll sein, wenn eine Entzündung (Gehirnentzündung oder Hirnhautentzündung), eine Einblutung oder ein Tumor vermutet wird.

Letzte Aktualisierung am 29.07.2015.
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