Asperger-Syndrom



Was ist ein Asperger-Syndrom?

Das Asperger-Syndrom oder Asperger-Autismus ist eine leichte Form des Autismus. In der Regel sind Betroffene normal bis überdurchschnittlich intelligent und können normal sprechen, haben aber Schwierigkeiten beim Umgang mit anderen Menschen. Betroffene können z. B. Mimik und Gestik nicht gut deuten und können sich selbst mit der Körpersprache nicht gut ausdrücken. Sie wirken emotional distanziert und eigensinnig. Sie können Probleme mit manchen alltäglichen Dingen haben.

Typisch ist, dass sie eng umschriebene starke Interessensgebiete haben, die auf andere Personen oft ungewöhnlich bis verschroben wirken. Männer beziehungsweise Jungen sind wesentlich häufiger vom Asperger-Syndrom betroffen als Mädchen beziehungsweise Frauen, das Geschlechterverhältnis beträgt etwa 8:1. Bei vielen Betroffenen bleibt das Syndrom unerkannt. Eine Behandlung ist nicht immer notwendig, es kann eine Psychotherapie (z. B. Verhaltenstherapie) durchgeführt werden. Auch Medikamente können sinnvoll sein.


Ursachen des Asperger-Syndroms

Die genauen Ursachen für den Asperger-Autismus sind unklar. Vermutet wird eine Vererbung von Faktoren, die zu einem Asperger-Syndrom führen können. Möglicherweise ist auch eine Entwicklungsstörung des Gehirns verantwortlich. Denkbar ist, dass eine Schädigung im Mutterleib oder während der Geburt entsteht. Ein Hirngebiet, das für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist, ist weniger aktiv als bei anderen Menschen. Das Zusammenwirken bestimmter Hirnbereiche funktioniert schlechter als bei nicht Betroffenen. Ebenfalls diskutiert wird, dass Betroffene im Mutterleib einer erhöhten Konzentration von Testosteron (männliches Geschlechtshormon) ausgesetzt waren. Das würde sich mit der Gegebenheit decken, dass viel mehr männliche Personen das Asperger-Syndrom haben und viele „typisch männliche" Persönlichkeitszüge haben. Des Weiteren kann das Umfeld in der Kindheit eine Rolle spielen.


Asperger-Syndrom - Symptome »

Letzte Aktualisierung am 15.12.2010.

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