Die allgemeinen Grundlagen für Alkoholsucht sind durch die Gesellschaft bedingt. Alkohol ist zwar im eigentlichen Sinne eine Droge und ein Gift, gehört aber hierzulande zur Kultur und Tradition. In vielen Situationen (z. B. Feiern, soziale Anlässe, Restaurantbesuche) ist der Konsum von alkoholischen Getränken nicht bloß akzeptiert, sondern es wird oft auch noch von den Beteiligten erwartet und regelrecht forciert. Alkohol gibt es in vielen verschiedenen Varianten von Bier, Wein und Sekt über Likör, Whisky, Wodka, Schnaps bis hin zu Longdrinks, Cocktails und anderen Getränken. Gerade Mixgetränke machen es Jugendlichen einfach, auf den Geschmack zu kommen. An Alkohol ist leicht heranzukommen, es ist legal zu erwerben und oft kostengünstig.
Individuelle Faktoren können dann dazu führen, dass der Alkoholkonsum zur Sucht wird. Mit Alkohol lässt sich kurzfristig eine Erleichterung bei psychischen Schwierigkeiten erreichen. Einige Persönlichkeitstypen sind besonders gefährdet, eine Suchterkrankung zu entwickeln. Dabei spielt auch die Vererbung eine Rolle. Höchstwahrscheinlich kann eine erhöhte „Anfälligkeit" für Alkoholsucht über die Gene weitergegeben werden. Einen Einfluss hat das Umfeld des Betroffenen, denn ein ungünstiges Verhalten gegenüber Alkohol kann z. B. von Eltern oder Freunden abgeschaut werden.