Ein Psychotrauma ist eine ausgeprägte psychische Belastung nach einem schwerwiegenden Ereignis. Oftmals entsteht aus dem Psychotrauma als Reaktion eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Diese Belastungsstörung wirkt sich über eine lange Zeit aus, es kann z. B. zu zwanghaften Erinnerungen, einem Gefühl der Leere, Schlaflosigkeit und Angst kommen. Eine weniger schwere Störung nach Psychotrauma ist die Anpassungsstörung. Zu den Auslösern für ein psychisches Trauma gehören Todesfälle von wichtigen Personen im Leben, Katastrophen, Krieg, Unfälle, Gewalt und Missbrauch. Die Behandlung erfolgt mit einer Traumatherapie. Die Behandlung dient dazu, dass die Geschehnisse bewältigt werden und schließlich als Teil der persönlichen Geschichte akzeptiert werden. Die eingesetzten Verfahren stammen unter anderem aus der Tiefenpsychologie oder der Verhaltenstherapie.
Mögliche Ursachen für das Psychotrauma und die posttraumatische Belastungsstörung
Ein Psychotrauma wird durch ein Ereignis verursacht, das aus Sicht des Betroffenen als sehr schlimm wahrgenommen wird. Solche Begebenheiten sind beispielsweise:
- Verlust von vertrauten Personen aufgrund Todesfall oder Trennung
- Unfälle
- Naturkatastrophen
- Terror und Amok
- Krieg, Vertreibung aus der Heimat, Leben auf der Flucht, Folter
- Gewalt, Missbrauch
- Verbrechen
- Krankheit (am eigenen Leib oder bei nahestehenden Personen)
- Betroffen sein können auch Mitarbeiter von Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei
Allerdings kommt es nur bei einem Teil der Menschen, die ein solches Ereignis erfahren, zu einer posttraumatischen Belastungsstörung. Bestimmte Menschen verkraften ein traumatisches Ereignis besser als andere. Ein gutes, unterstützendes und geduldiges persönliches Umfeld fördert auch in dieser Beziehung das psychische Wohl. Es hängt auch viel davon ab, was genau das Psychotrauma war und wie viel Zeit zur Verarbeitung dem Betroffenen zur Verfügung steht.
Letzte Aktualisierung am 25.03.2011.