Tics sind Zuckungen und Bewegungen, die unwillentlich auftreten. Die Krankheitsbilder, bei denen dies auftritt, sind die Tic-Störungen. In vielen Fällen liegen bloß kleine Muskelzuckungen vor. Manchmal kommt es aber zu komplizierteren Bewegungen bis hin zu Lautäußerungen. Eine solche Tic-Störung, bei der der Betroffene unwillkürlich Laute ausstößt, heißt Tourette-Syndrom.
Da dies auch Schreie, Schimpfwörter und Beleidigungen beinhalten kann, sorgt es oft für Unmut in der Umgebung. Eine wichtige Maßnahme ist es dann, die Personen im Umfeld über die Störung zu unterrichten. Manchmal können Medikamente (Neuroleptika) oder eine Verhaltenstherapie notwendig sein, um die Tic-Störung oder das Tourette-Syndrom zu behandeln.
Ursachen von Tic-Störungen
Eine genaue Ursache ist nicht bekannt. Die meisten Tic-Störungen sind angeboren (primäre Tic-Störung). Stoffwechselstörungen im Gehirn mit einem Ungleichgewicht von Botenstoffen sind wahrscheinlich die Ursache für die ungewollten Bewegungen. In manchen Fällen kommt es aber auch durch eine Erkrankung zu einer Tic-Störung, beispielsweise durch Entzündungen, Vergiftungen oder Tumore im Gehirn.
Letzte Aktualisierung am 25.03.2011.