Psychosen


Was sind Psychosen?

Psychosen sind schwere psychiatrische Krankheitsbilder. Die bekannteste Art der Psychose ist die Schizophrenie. Schizophrenie ist keine „Persönlichkeitsspaltung", wie fälschlicherweise oft angenommen wird, sondern ein Auseinanderklaffen von Gedanken, Gefühlen und Verhalten. Es gibt aber auch andere Formen der schizophrenen Psychosen. Alle sind durch eine veränderte Realitätswahrnehmung gekennzeichnet, es können unter anderem übertriebene Gefühlsäußerungen, Wahn und Halluzinationen auftreten. Zu den Psychosen gehören außerdem Depression und Manie beziehungsweise die bipolare (manisch-depressive) Störung. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie spielen Störungen wie z. B. die Early Onset Schizophrenia (englisch etwa: früh beginnende Schizophrenie) eine Rolle. Psychosen können mit Medikamenten, der Psychotherapie oder anderen Verfahren behandelt werden.


Ursachen von Psychosen

Die möglichen Ursachen der Psychosen gliedern sich in nichtorganische und organische Gründe. Nichtorganische Psychosen haben keine genau bekannte Ursache, doch es liegt aller Wahrscheinlichkeit nach eine Stoffwechselstörung im Gehirn vor. Botenstoffe sind im Ungleichgewicht, besonders die Substanz Dopamin findet sich vermindert. Die Veranlagung zu Psychosen kann möglicherweise genetisch weitergegeben werden. Weitere Einflüsse sind Stress, familiäre Probleme oder psychisch belastende Ereignisse.

Organische Psychosen haben dagegen eine krankheitsbedingte, körperliche Ursache. Krankheiten, die zu einer organischen Psychose führen können, sind z. B. Epilepsie (Krampfanfälle im Gehirn), Gehirnschäden, Unterzuckerung sowie Vergiftungen (auch Medikamente, Drogen). Auch Infektionskrankheiten können zu einer Psychose führen, beispielsweise die durch Zecken übertragbaren Krankheiten Frühjahr-Sommer-Meningoenzephalitis (FSME, eine Hirnhautentzündung) und Borreliose.


Psychosen - Symptome »

Letzte Aktualisierung am 25.03.2011.

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