Die Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie) und die Rechenschwäche (Dyskalkulie) entstehen unter Beteiligung verschiedener Faktoren.
Die Störungen haben vermutlich oftmals eine erbliche Grundlage. Verwandte von Menschen mit diesen Schwächen sind häufiger ebenfalls betroffen als andere Personen. Es handelt sich wohl um ein Zusammenspiel mehrerer Gene, die die Störungen begünstigen. Auch kleine Schäden des Gehirns im Mutterleib oder während der Geburt können eine Ursache darstellen. Bei Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Rechenschwäche ist die Verarbeitung und Reizweiterleitung in bestimmten Anteilen des Gehirns gestört.
Bei Legasthenie betrifft es die Buchstaben, bei Rechenschwäche die Zahlen. Schwierigkeiten in der bewussten Wahrnehmung (Hören, Sehen) wirken sich negativ auf die Fähigkeiten aus. Viele Betroffene hatten als kleine Kinder eine verzögerte Sprachentwicklung. Außerdem spielt für die Legasthenie eine Rolle, wie viel oder wenig ein Kind zu Hause liest. Aber auch bei Kindern, die zu viel fernsehen (über zwei Stunden am Tag), leiden die Lese- und Rechtschreibfähigkeiten.