Bei den Essstörungen spielen viele Faktoren eine Rolle. Sie entstehen meist durch eine Kombination aus einem begünstigenden Umfeld, eigenen psychischen Besonderheiten, biologischen und genetischen Faktoren. Schon in der Familie können Kinder einen schlechten Umgang mit dem Essen erlernen. Konflikte mit den Angehörigen verstärken die Probleme.
Die Gesellschaft bietet gute Voraussetzungen dafür, dass Essstörungen auftreten können. Einerseits gilt immer noch Schlankheit als Schönheitsideal, andererseits ist kalorienreiche Nahrung praktisch überall und einfach zu bekommen. Für die Fettleibigkeit ist nicht nur die Nahrung verantwortlich, sondern auch der Mangel an körperlicher Bewegung. Entscheidend ist die Energiebilanz. Bei der Magersucht spielt das Körperschema eine Rolle: Die Betroffenen halten sich für zu dick, auch wenn sie schlank sind.