Entwicklungsstörungen liegen allgemein vor, wenn sich Fähigkeiten eines Kindes nicht altersgemäß ausgebildet haben. Dazu gehören die Sprache, die Koordination, die Wahrnehmung, geistige und schulische Leistungen sowie psychische Aspekte. Ist eines dieser Gebiete betroffen, so handelt es sich um eine umschriebene Entwicklungsstörung oder Teilleistungsschwäche. Von einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung wird bei einem Autismus (verschiedene Formen) gesprochen. Unter anderem hat das autistische Kind Schwierigkeiten beim sozialen Umgang mit anderen Menschen. Eine allgemeine Entwicklungsstörung ist z. B. bei einer generellen Intelligenzminderung gegeben. Entwicklungsstörungen sollten rechtzeitig erkannt werden, damit eine Förderung oder Behandlung des Kindes möglich ist. Ausgeschlossen werden müssen körperliche Ursachen wie z. B. ein eingeschränktes Seh- oder Hörvermögen.
Ursachen von Entwicklungsstörungen
Da der Ausdruck Entwicklungsstörung auf viele verschiedene mögliche Erscheinungsformen bezogen werden kann, gibt es keine allgemeinen Ursachen. Die üblicherweise als Entwicklungsstörungen bezeichneten Befunde haben ihren Ursprung in einer mangelhaften Funktion im Gehirn an bestimmten Stellen. Faktoren der Vererbung können dafür eine Rolle spielen, ebenso wie Schädigungen während der Schwangerschaft. Eine Entwicklungsverzögerung kann sich aber auch ergeben, wenn die Fähigkeiten des Kindes durch das Umfeld nicht genügend gefördert werden. Das kann z. B. der Fall sein, wenn ungünstige familiäre Verhältnisse vorliegen und das Kind nicht genug Anreize zur Entwicklung einer bestimmten Fertigkeit bekommt. Organische Krankheiten können ebenfalls die Ursache ähnlicher Symptome sein, weshalb sie bei den Untersuchungen ausgeschlossen werden müssen.
Letzte Aktualisierung am 25.03.2011.