Unter dem Begriff Autismus werden mehrere Arten von Störungen zusammengefasst, die durch einen eingeschränkten, unbeholfenen Umgang mit der Umwelt gekennzeichnet sind. Hauptsächlich gehören der frühkindliche Autismus (Kanner-Syndrom) und das weniger schwere Asperger-Syndrom dazu. Es gibt außerdem weitere, seltene Formen des Autismus. Gemeinsam gilt für alle Menschen mit Autismus, dass sie eher wenig mit anderen Menschen kommunizieren. Sie ziehen es vor, zurückgezogen zu leben. Betroffene können Gefühle und Körpersprache anderer nur schwer deuten. Der Arzt kann eine autistische Störung anhand von bestimmten Merkmalen feststellen. Dazu erfolgt eine Befragung (Anamnese) Verhaltensbeobachtung, eine Testung und weitere Untersuchungen. Zur Behandlung von Autismus eignen sich Maßnahmen, mit denen der soziale Umgang trainiert werden kann.
Mögliche Ursachen für Autismus und Asperger-Syndrom
Eine genaue Ursache für Autismus ist nicht bekannt. Beim Autismus handelt es sich um eine Art Entwicklungsstörung im Gehirn. Wahrscheinlich spielt die Vererbung dabei eine große Rolle, weil sich in den Familien Betroffener eine Häufung der Tendenz zum Autismus zeigt. Auch Schäden im Gehirn, die während oder vor der Geburt entstehen, können einen Autismus bedingen. Manche seltene Formen von Autismus haben spezifische Ursachen, z. B. das Rett-Syndrom, bei dem eine bekannte genetische Abweichung vorliegt.
Letzte Aktualisierung am 25.03.2011.